Test Cristall Landstar

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Test Cristall Landstar RL: Oh Lunar, would you build me a Mercedes Benz?

Auf Inseln ist alles anders, in England sowieso. Und so sind wir sehr gespannt auf den Cristall Landstar RL, das erste Importfahrzeug vor der Redaktionstür. Schon die Eckdaten sind grundverschieden zu dem, was der deutsche Norm-Camper erwartet: langer Sprinter, aber nicht mal 4 Sitzplätze. Und keine festen Betten. Das traut sich kein deutscher Hersteller, schon gar nicht in der gehobenen Preisklasse. Ob Mikrowelle und Backofen das wettmachen können, werden wir sehen.

Fazit: Britischer Ausbau und deutsche Basis passen gut zusammen. Beide sind eher dem kommoden Reisen als extremen mobilen Anwendungen zugetan. Beide sind preislich selbstbewusst positioniert und liefern den Gegenwert dafür auch souverän ab. Der Landstar ist in seinem Marktsegment der komfortbetonte Gegenentwurf zu den funktionalen Zweckbauten aus deutschen Landen. Trotzdem überzeugt er auch im völlig emotionslos nach Fakten fragenden Testprotokoll. Damit stellt der Cristall unter Beweis, dass er kein Kuriosum von der Insel ist. Er stellt eine ernst zu nehmende Alternative dar, die ihr Geld auch nach kontinentalen Maßstäben wert ist. Ein paar Minuten zum Bettenbau investiert der Kenner sicher gerne, um den Liner ins Kastenwagenformat zwängen zu können. Der Unwissende wird sich wegen der „fehlenden“ Betten und Zusatzsitze naserümpfend abwenden. Er weiß nicht, was er verpasst.

Der Artikel  wurde im Juni 2016 als Sonderdruck neu aufgelegt und kann beim Hersteller angefordert oder unter dem folgenden Link als PDF herunter geladen werden:

Sonderdruck CRISTALL Landstar RL aus Heft 2-2015, aktualisiert Juni 2016

 

Der Artikel ist ursprünglich erscheinen in REISEMOBILIST 2/2015.
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